Top 1000 Handwerksunternehmen 2011

Die Großen des Handwerks wachsen aus traditionellen Strukturen heraus und setzen auf neue Organisations- und Finanzierungsmodelle. Das belegt die repräsentative Studie „Die 1000 größten Handwerksbetriebe Deutschlands“, vorgelegt vom handwerk magazin gemeinsam mit macrom Marketingresearch & Consult, den präferierten Marktforschern der GfK-Gruppe.
Die Automobil-Handelsgruppen ROSIER in Menden & Oldenburg belegen laut der im "handwerk-magazin" veröffentlichten Studie Platz 41 der 1.000 größten Handwerksunternehmen in Deutschland.
Ein essentieller Baustein im Familienunternehmen ROSIER ist die Ausbildung junger Meschen. So sind im Jahr 2011 mehr als 200 Auszubildende in den ROSIER Gruppen beschäftigt und erhalten eine professionelle Ausbildung und zumeist auch die Chance auf eine Weiterbeschäftigung nach erfolgreich absolvierter Ausbildung.
Die Erhebung zeigt zudem, dass neben die vielen kleinen und mittleren Handwerksbetriebe größere Einheiten mit neuen Organisations- und Finanzierungsstrukturen treten. Bäcker wie Kamps, Fleischer wie Vinzenz Murr, Optiker wie Fielmann wachsen zu großen Ketten, die über Zentralen verbunden sind. Die einzelne Filiale ist indes oft ganz klassisch in die Handwerksrolle eingetragen. Diese Unternehmen wachsen in neue Umsatzbereiche. Mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz ist Fielmann das umsatzstärkste Handwerksunternehmen hierzulande. Im Kfz-Handwerk existiert ebenfalls seit Längerem der Trend zu großen Einheiten bei den Händlern. Aber auch die Hersteller wie Daimler, BMW, VW selbst fassen ihre Servicebetriebe zu großen Unternehmen zusammen.
Die Top 1000 ermittelt aus nahezu einer Million Unternehmen mit 41 zulassungspflichtigen und 53 zulassungsfreien Gewerken lassen besonders wachstumsstarke Branchen erkennen. Das Bauhandwerk stellt fast ein Drittel aller Großbetriebe. Es folgen Gebäudereiniger, Bäcker/Konditoren, Kfz-Techniker, Elektrotechniker. Augenoptiker und Hörgeräteakustiker sind zwar nur gering vertreten, erzielen aber überdurchschnittliche Umsätze.
Im Länder-Ranking der Top 1000-Standorte führt NRW knapp vor Bayern, danach reihen sich Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen ein. Beim durchschnittlichen Umsatz der Großbetriebe pro 1 Mio. Einwohner ist Hamburg Spitzenreiter, mit großem Abstand folgen Bayern, Berlin und Niedersachsen.
Handwerk gehört heute auch zum Kerngeschäft von Konzernen wie Daimler, EON oder Bosch. Handwerkliche Großbetriebe haben bisweilen industrielle Strukturen, Filialnetze und Fremdgeschäftsführer. Sogar Private Equity hat das Handwerk für sich entdeckt. „Diese Großbetriebe konnten wir nur erfassen, indem wir die traditionellen Kriterien – z.B. Handwerksrolle, inhabergeführt, Umsätze nur aus Handwerksleistungen – erweiterten.“ Die neuen Definitionen wurden mit Verbänden, Innungen und Branchenexperten entwickelt. „Modernes Handwerk“ umfasst nun alle Unternehmensformen mit umfangreichen handwerklichen Tätigkeiten.
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